RTL-Show “Zahltag”: Ex-Bürgermeister trifft hartes Urteil über Hartz-IV-Familie

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Drei Koffer voller Geld, drei Familien voller Hoffnung und drei Experten voller bissiger Kommentare: Für die zweite Staffel von „Zahltag! Ein Koffer voller Chancen“ hat RTL einmal mehr große Summen Geld an Hartz IV-Empfänger verteilt, um die Frage zu beantworten: Reicht Geld allein, um Familien aus der Langzeit-Arbeitslosigkeit zu holen?

Die Antwort auf diese steht nach der ersten Folge vom Dienstagabend selbstverständlich noch nicht fest. Fest steht jedoch, die Flucht aus der Langzeit-Arbeitslosigkeit ist kein Spaziergang. Familie Röder, Familie Schröder und Familie Schubardt wollen es dennoch schaffen.

Familien verbraten Startkapital

Nachdem sie alle völlig überraschend, wie RTL betont, einen Koffer mit bis zu 30.000 Euro vor der Wohnungstür fanden und die Freuden-Tränen getrocknet sind, legen sie mit Pläneschmieden los. Beobachtet werden sie dabei von Ex-„Cindy aus Marzahn“ Ilka Bessin, Ex-Bürgermeister von Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky und Gründungsexperte Felix Thönnessen.

Das Trio soll den Hartz-IV-Empfängern bei ihrem Neustart eigentlich als Expertenrat zu Seite stehen. Das werden die drei auch nicht müde zu betonen. Nur scheinen sich die frischgebackenen Unternehmer-Familien dessen nicht so recht bewusst zu sein. Sie kaufen „Rostlauben“, verbraten das Startkapital für die Renovierung des heimischen Wohnzimmers oder wollen große Summen in Schuldentilgung statt in die Neugründung stecken. Alles, ohne die Experten vorher zu konsultieren.

“Sag immer, ich bin der wichtigste Mensch in meinen Leben”

Trotz offenkundigem Missfallen: Einschreiten tun Bessin, Buschkowsky und Thönnessen nicht. Stattdessen hagelt es bissige Kommentare aus dem Off. Er wolle seine kostenlose Beratung „nicht aufdrängen“, stichelt Thönnessen. „Vielleicht auch einfach gar kein Auto kaufen!?“, kommentiert Bessin, als Familienvater Schröder bei der Suche nach einem Geschäftswagen gezeigt wird.

Als Bessin kurz nach der Geldübergabe persönlich bei Familie Schröder vorbeischaut, nutzt sie die Gelegenheit statt für Business-Ratschläge jedoch für einen Spaziergang mit Hartz-IV-Empfängerin Ines. Bei diesem will sie sichergehen, dass die auch wirklich zufrieden ist mit dem Gründungs-Plan ihres Mannes. Der will einen Handwerker-Service aufbauen. „Ich sag immer, ich bin der wichtigste Mensch in meinen Leben“, so die Ex-„Cindy aus Marzahn“ über ihre Erfahrungen.

Buschkowsky attestiert “Realitätsflucht”

Und dann ist da noch Ex-Bürgermeister Buschkowsky. Dessen Blick auf die Hartz-IV-Familien ist besonders kritisch. „Zu sehr an der Oberfläche“ findet er die optimistische Einstellung von Mutter Ines Schröder, die glaubt, Buchhaltung lernen zu können. “Realitätsflucht” attestiert er Hartz-IV-Empfängerin Manuela Röder, als die ihr kaputtes Auto „mein Baby“ nennt.

Bei einem Thema wird die Schwarzmalerei des Ex-Bürgermeisters Kollege Thönnessen dann aber doch etwas zu viel. Seit 13 Jahren habe er keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt, erzählt Familienvater Maik Schubardt in einem Vorstellungs-Video. Den Weg aus der Sucht habe er damals geschafft, weil er seine Familie habe retten wollen.

Thönnessen gibt Kontra

Buschkowsky stört sich an Röders Satz: „Das war eine harte Zeit für mich.“ Er solle doch bitte auch reflektieren, was die Sucht für seine Umgebung bedeutet habe, so der Ex-Bürgermeister. Thönnessen hakt ein: „Ich stelle mir vor, jemand hat es geschafft, 13 Jahre keinen Alkohol zu trinken, da sehe ich eher das Positive drin“, so der Berater gen Buschkowsky. „Hmm!“, lautet dessen wenig überzeugte Antwort.

Ob die Familien den Politiker in der kommenden Woche doch noch mit Engagement überzeugen können, bleibt abzuwarten.

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