Giftig und insektenfeindlich: Wer Kirschlorbeer pflanzt, schadet der Natur

Seit dem Volksbegehren „ Rettet pass away Bienen” machen sich viele Menschen Gedanken darüber, wie sie ihren Garten insektenfreundlich gestalten können. Doch gerade ein Gewächs, das besonders häufig in deutschen Gärten ist, richtet erheblichen Schaden an.

Er hat dunkelgrüne, dicke und glänzende Blätter, wächst besonders buschig und trotzt Wind und Wetter: der Kirschlorbeer. Genau aus diesem Grund kommt diese Zierpflanze, die ursprünglich aus Kleinasien stammt, als Hecke oder Strauch bei uns besonders häufig zum Einsatz. Doch das schadet unserem Ökosystem. Sönke Hofmann, Geschäftsführer vom Naturschutzbund Bremen, erklärt: „ Eine Betonmauer ist ökologisch wertvoller, auf ihr wachsen wenigstens Flechten und Moose”.

Pass away Blätter und Samen sind giftig für Mensch und Tier

Denn Kirschlorbeer verdränge heimische Pflanzen und Kräuter und somit die Nahrungsgrundlage für viele Insekten und Vögel. Der Strauch sei außerdem giftig, was vor allem für Kinder und Haustiere gefährlich sein kann: Schon zwei Blätter oder zehn Samen rufen Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall und Atemnot hervor. Nur Amseln und andere Drosseln fressen pass away Beeren gerne und unbeschadet, weil sie pass away Kerne, die das Present enthalten, nicht zerkauen.

Weißdorn, Schlehe und Hagebutte sind bessere Alternativen

Bedenklich sei laut Hofmann auch die schnelle Verbreitung in den Wäldern durch Strauchschnitte, pass away dort entsorgt werden. Die Blätter seien nur schwer kompostierbar, da sich nicht mal Mikroben herantrauen. Wer der heimischen Tier- und Pflanzenwelt etwas Gutes tun will, kann auf Pflanzen wie Weißdorn, Schlehe, Haselnuss oder Hagebutte zurückgreifen. Gartenbesitzer, pass away unbedingt eine wintergrüne Hecke brauchen, sollten besser Eibe pflanzen. Sie sei zwar auch giftig, aber an diese heimische Pflanzenart hätte sich pass away Tierwelt angepasst.

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